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Möbelfrühling in Mailand

Salone del Mobile 2016

Die Möbel-Welt zu Gast in Italien: Die Salone del Mobile in Mailand ist die „Messe aller Messen" der internationalen Möbelbranche. Vom 12. bis 17. April 2016 hat die bedeutendste Möbelshow der Welt die norditalienische Metropole erneut zu einem Hotspot für Möbel-Design gemacht. Das für Möbel-, Material- und Einrichtungstrends richtungsweisende Event fand zum 55. Mal statt – in diesem Jahr zusammen mit der Küchenmöbel-Expo EuroCucina. Über 2.400 Unternehmen und Marken, davon knapp ein Drittel aus dem Ausland, präsentierten ihre Neuheiten auf großzügigen 270.000 Quadratmetern. Das wollten sich mehr als 372.000 Besucher aus der ganzen Welt auf keinen Fall entgehen lassen – ein schönes Plus von 4 Prozent im Vergleich zum vorletzten Jahr. Auch wir haben uns auf der Salone del Mobile umgesehen. Und sind mit jeder Menge Inspirationen aus Italien zurückgekehrt.

Materialität, Natürlichkeit, Neutralität

Drei Kernaussagen im Möbel-Design – das ist die Quintessenz der diesjährigen Salone del Mobile.

Ein Newcomer: der Industrial Look, stark im Teamwork mit natürlich-anmutenden Hölzern. Industrial Basics wie Vierkantrohr, Drahtglas, Rautenblech oder Maschendraht verkörpern pure Materialität, ebenso wie Stein. Kein Problem für den Trend Natürlichkeit, der sich gelassen behauptet: Stoffe, Naturfasern und Holz in allen Varianten, zum Beispiel opulent umrankt von echten Pflanzen-Szenerien. Die leise Sprache der Neutralität sprechen die weiterhin angesagten Uni-Farben Grau, Anthrazit und Schwarz. Etwas lauter die Akzentfarben, zum Beispiel knalliges Gelb oder Korall-Rot. Ebenfalls hoch im Kurs: Blau und Grün, exakt korrespondierend mit den Interprint-Trendfarben „Mare" und „Olive". Auffällig selten zu entdecken dagegen die Uni-Farbe Weiß. Grundsätzlich üben sich Farben und Oberflächen gerne in Zurückhaltung: Man mag es matt.

Eleganz schafft Klarheit

Es wird stilvoller: Ob Oberflächen, Hölzer oder Dekore – rustikale Anmutungen gepaart mit neuer Eleganz und Klarheit. Rauchglas, Buntglas und Spiegeloberflächen spielen mit dem Charme von Reflexionen. Messing und andere Metalle zeigen sich am liebsten von ihrer warmen Seite. In klassisch-natürlichen Farbtönen die Hölzer: als Dauer-Spitzenreiter Eiche und Nussbaum, in ihrem Gefolge Esche und Weichhölzer. Auch die Dekore mögen es elegant, ganz wie die Interprint-Eiche „Eureka" mit ihren blumig-prägnanten Astlöchern.

Schlicht ist schön

Die gesamte Formensprache der Möbel signalisiert: Lieber weniger als mehr. Klare, architektonische Linien. Reduzierte, schlanke Konstruktionen. Dünne, elegante Rahmentüren. Schlichtheit macht das Möbel schön. Echte „Hingucker" gab es gerade deshalb auf dieser Messe. Dazu gehörten als Neuheiten auf jeden Fall schwarzes Rauchglas und Drahtglas in Möbelfronten. Ein Highlight: die innovative Möbelkollektion „Credenza Collection", genial gelungene Symbiose von Möbel- und Grafikdesign.

Zwischen Optimismus und Euphorie

Es geht bergauf: Nach sieben verhaltenen Jahren blickt die italienische Möbelindustrie jetzt wieder frohen Mutes in die Zukunft. 2015 bescherte den Südeuropäern ein Umsatzplus von 3,4 Prozent im eigenen Land; im Ausland legten die Verkäufe sogar über 6 Prozent zu. Dementsprechend positiv, ja teilweise euphorisch, war die Stimmung auf der Salone del Mobile. Das gibt der Branche, weil Mailand Welt-Leitmesse für Möbel-Design ist, auch auf globaler Ebene allen Grund für Optimismus. 

 

Messebericht im Präsentations- und Text-Format: Download