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Fachbegriffe

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    • Abrasiver Füllstoff
    • Ausmusterung
    • Aschegehalt
    • Ausfallmuster
    • ACMS
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    Abrasiver Füllstoff

    Ein abrasiver Füllstoff ist ein Additiv, das die Abriebfestigkeit einer Oberfläche erhöht.

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    Ausmusterung

    Prozess, in dem das zu bedruckende Basispapier und die Druckfarben aufeinander abgestimmt werden. Dieser Prozess kann konventionell oder digital erfolgen:

    - konventionell:

    Hier werden nach der Gravur der Druckzylinder die Farben auf einer Labormaschine ausgemustert.

    - digital:

    Hier hat Interprint ein Digitaldruckverfahren entwickelt, das einen nahtlosen Anschluss an den Dekortiefdruck ermöglicht.

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    Aschegehalt

    Der Aschegehalt gibt an, wie viele nicht organische Füllstoffe ein Papier enthält. Diese Füllstoffe verbrennen nicht und bleiben als Asche zurück. Ein wesentlicher Füllstoff ist Titandioxid.

    Dekorpapiere zeichnen sich durch einen sehr hohen Aschegehalt aus. Der Aschegehalt kann über 40 % liegen. Die Menge an Titandioxid bestimmt die Opazität eines Dekorpapiers. Daher ist man bestrebt, Dekorpapiere mit hohem Aschegehalt einzusetzen. Andererseits sind Dekorpapiere mit hohem Aschegehalt eher anfällig für Abrisse. Zudem bestimmt die Menge an Titandioxid die Kosten für ein Papier deutlich mit. In der Praxis findet man daher häufig einen Kompromiss.

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    Ausfallmuster

    Sogenannte „Ausfallmuster" dokumentieren die Qualität eines Produktionsauftrags. Dazu werden aus der laufenden Produktion jeweils vom Rollenende Muster entnommen. Diese Muster werden bewertet und auf Wunsch dem Kunden zur Verfügung gestellt.

    Ausfallmuster werden häufig zur Wareneingangskontrolle vor Abruf der Ware verwendet. „ACMS" (siehe dort) erzeugt digitale Ausfallmuster, indem die Qualität durch einen Zahlenwert, dem SIM-Index, beschrieben wird.

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    ACMS

    Das „Advanced Color Measurement System" (ACMS) ist ein Tool zur Sicherstellung und Messbarkeit von Qualität. Mit dieser Technologie kann ein Qualitätszertifikat erstellt werden, an dem sich die gesamte nachfolgende Produktion orientiert.

    Im ACMS werden Muster eingescannt und mit einer Vorlage verglichen. Die Übereinstimmung mit der Vorlage wird in Form eines SIM-Indexes quantitativ beschrieben. Dabei steht SIM für „Similarity" (Ähnlichkeit).

    Es ist möglich, für jedes Dekor eine Mindestschwelle der gewünschten Qualität zu definieren. Somit kann sichergestellt werden, dass die erwarteten Qualitätslevel erfüllt werden. Die Übermittlung der SIM-Indizes machen ein Verschicken von Ausfallmustern überflüssig.

  • B
    • Basispapier
    • Ballardhaut
    • Bindemittel
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    Basispapier

    Als Basispapier wird im Dekordruck ein nassfestes, beharz- und bedruckbares Papier mit hoher Opazität bezeichnet. Nach dem Dekordruck wird das Papier zur Laminierung von Holzwerkstoffen verwendet.

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    Ballardhaut

    ​Wenn ein Tiefdruck-Zylinder für ein anderes Dekor verwendet werden soll, muss die gravierte Schicht entfernt werden. Sie kann entweder abgedreht werden oder abgezogen werden. Eine Schicht die vom Zylinder abgezogen werden kann, wird Ballardhaut genannt. Diese Ballardhaut wird in einer Metallschmelze recycelt.

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    Bindemittel

    ​Bindemittel haben die Aufgabe, die Pigmente auf dem Bedruckstoff zu fixieren. Zudem umhüllen sie die Pigmente, um eine Agglomeration der Pigmente zu verhindern.

    Es sind organische und anorganische Bindemittel bekannt. Das wichtigste organische Bindemittel im Dekordruck ist Kasein. Es wird aus Milch gewonnen und ist auch Bestandteil der Käseproduktion. Das am häufigsten verwendete anorganische Bindemittel ist ein Acrylat.

  • C
    • CPL
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    CPL

    CPL ist die Abkürzung für Continuous Pressure Laminate. Dies ist ein auf kontinuierlicher Presse hergestellter Schichtstoff.

  • D
    • Dekorpapier
    • Dekordruck
    • Dekorverbund
    • Digitaldruck
    • Druckbasispapier
    • Digitaldrucktinten
    • Digitaldruckpapier
    • Druckköpfe
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    Dekorpapier

    Dekorpapier ist ein nassfestes, beharz- und bedruckbares Papier mit hoher Opazität zur Laminierung von Holzwerkstoffen.

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    Dekordruck

    Der Dekordruck ist der Prozess des Bedruckens von Dekorpapier im Tiefdruck- oder Digitaldruckverfahren mit Holz-, Stein- oder Kreativdekoren.

    Eingesetzt wird das Dekorpapier in der Holzwerkstoff-, Möbel- und Fußboden-Industrie sowie im Innenausbau.

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    Dekorverbund

    Ein Dekorverbund ist die Dekorgleichheit verschiedener Oberflächenmaterialien , ggf. durch eine Dekor-Kooperation verschiedener Hersteller.

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    Digitaldruck

    Der Digitaldruck wurde im Dekordruck zunächst nur im Bemusterungsprozess eingesetzt. Im Mai 2015 startete Interprint als erster Dekordrucker weltweit den industriellen Digitaldruck auf Dekorpapier.​

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    Druckbasispapier

    Druckbasispapier ist das Basispapier für den Dekordruck. In der Regel hat es eine dekor-unterstützenden Grundfarbe.

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    Digitaldrucktinten

    Die Tinten, die im Inkjet eingesetzt werden unterscheiden sich zunächst nur wenig von den Tiefdrucktinten. Der wesentliche Unterschied besteht darin, dass die Pigmente viel feiner gemahlen werden müssen, damit sie durch die Öffnungen der Düsen hindurchgedrückt werden können. Außerdem muss verhindert werden, dass es zu Sedimentationen kommt, da die Tinten auch über eine längere Zeit ohne Bewegung in den Druckköpfen verbleiben können.

    Die Viskosität von Digitaldrucktinten muss den jeweils verwendeten Tintenköpfen angepasst werden. Das Verdrucken wird üblicherweise mit einem Drop-Watcher seitens des Tintenherstellers überprüft. In einem Drop-Watcher werden Fotoaufnahmen von Tropfen, die den Druckkopf verlassen, ausgewertet. Zentrale Fragen sind das Ablöseverhalten von Tropfen, die Formation der Tropfen und die Bildung von Satelliten.

    Auf Grund der Pigmentgröße können bislang keine Metallic-Tinten, die den Metalleffektfarben des Tiefdrucks entsprechen, für den Digitaldruck eingesetzt werden.

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    Digitaldruckpapier

    Die Tropfen der Inkjet-Tinte treffen mit einer vergleichsweise hohen Geschwindigkeit auf das Papier. Bei einer geringen Farbdeckung ist dies nicht weiter von Belang; ein Teil der Tinte liegt dann tief im Papiergerüst, ist aber weiterhin sichtbar. Ab einer spezifischen Farbdeckung dringt jedoch ein großer Teil der Tinte durch das Papier. Dies kann beispielsweise dadurch verhindert werden, dass auf dem Papier eine Sperrschicht aufgebracht wird.

    Die Sperrschicht ist vorzugsweise transparent, damit sie den farblichen Eindruck des Papiers nicht beeinflusst. Teilweise werden auch Spezialpapiere eingesetzt, die eine besonders hohe Glätte aufweisen. Die Sperrschicht kann durch verschiedene Verfahren auf das Papier aufgebracht werden. In der Praxis finden sich gestrichene Schichten, die in der Papierherstellung in einer Leimpresse aufgebracht werden oder gedruckte Sperrschichten.

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    Druckköpfe

    Im Inkjet Druck benötigt jede Druckfarbe einen eigenen Druckkopf. Die Druckbreite eines Druckkopfs liegt heute bei etwa 10 cm. Wenn eine größere Breite gedruckt werden soll, traversieren die Köpfe über das Papier oder es sind mehrere Druckköpfe nebeneinander angeordnet.

    Die Anzahl der Düsen in dem Druckkopf, die auch Nozzles genannt werden, bestimmt die laterale Auflösung des Drucks. Häufig liegt sie bei 600 dots per inch. Optisch kann die Auflösung durch die Verwendung unterschiedlicher Tröpfchengrößen erhöht werden.

  • E
    • ESH
    • Elektromechanische Gravur (EMG)
    • ESA
    • EIR
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    ESH

    Die Abkürzung „ESH" steht für Elektronenstrahlhärtung. In diesem Prozess werden Lacke mittels Elektronenstrahlen ausgehärtet.

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    Elektromechanische Gravur (EMG)

    ​Bei einer elektromechanischen Gravur werden Vertiefungen (sogenannte „Näpfchen") mit einem Diamantstichel aus der Kupferoberfläche des Druckzylinders herausgekratzt. Dabei bewegt sich der Stichel auf und ab, während sich der Zylinder unter dem Stichel dreht. Dabei bildet sich ein Span, der von einem Schaber gebrochen und dann abgesaugt wird.

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    ESA

    ​Die Abkürzung ESA steht für „Electro Static Assist". Durch den Aufbau eines elektrischen Feldes zwischen dem Presseur, dem Papier und dem Druckzylinder wird die Übertragung von Farbe auf das Papier verbessert, da die Farbe polar ist. Vereinfacht gesagt, schaut die Farbe etwas aus dem Näpfchen heraus. Neben einer besseren Farbübertragung gibt es unter Verwendung der ESA weniger nicht druckende Punkte, so genannte „missing dots".

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    EIR

    Die Abkürzung „EIR" steht für „Embossed in Register", im Deutschen auch „Synchronpore" oder „Synchronstruktur" genannt.

    Zunächst für Fußböden, zunehmend aber auch für Möbeloberflächen bestand der Wunsch, dass eine verpresste Struktur passgenau zu dem gedruckten Bild passen soll. Um dies zu ermöglichen muss das Wachstum des Dekorpapiers nach dem Imprägnieren genau bekannt sein. Pressblech und Dekor können dann exakt aufeinander abgestimmt werden.

  • F
    • Finishfolie
    • Flächengewicht
    • Flachpresse
    • Farbstellung
    • FSC®
    • Farbraum
    • Farbumlauf
    • Farbverlauf
    • Farbsysteme
    • Farbabstrich
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    Finishfolie

    Hier werden zwei Arten unterschieden:

    a) Folien, die auf Basis von vorimprägnierten Papieren hergestellt und nach dem Bedrucken inline oder offline lackiert werden (Vorimprägnat)

    und

    b) Folien, die auf Basis von satinierten oder einseitig glatten Papieren hergestellt und erst nach dem Bedrucken in einem Imprägnierkanal imprägniert und lackiert werden (Postimprägnat).​

    Markenname der Interprint Finishfolie: XELIO

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    Flächengewicht

    Das Flächengewicht drückt das jeweilige Gewicht von Papieren pro Quadratmeter (g/m2) aus.

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    Flachpresse

    Die Flachpresse wird auch als Taktpresse bezeichnet und dient dem flächigen Verpressen von Oberflächenmaterialien mit einem Träger.

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    Farbstellung

    ​Als „Farbstellungen" werden die Farbvarianten bezeichnet, in denen ein Dekor erhältlich ist.

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    FSC®

    FSC® steht für „Forest Stewardship Council®". Dies ist eine gemeinnützige Nicht-Regierungsorganisation, die weltweit die umweltfreundliche, sozialförderliche und ökonomisch tragfähige Bewirtschaftung von Wäldern fördert.

    Das FSC-Label auf einem Holz- oder Papierprodukt ist ein eindeutiger Indikator dafür, dass das Produkt aus verantwortungsvoller Waldwirtschaft stammt. Produkte mit dem FSC-Label sichern die Nutzung der Wälder gemäß den sozialen, ökonomischen und ökologischen Bedürfnissen heutiger und zukünftiger Generationen.

    Weitere Informationen unter: www.fsc-deutschland.de oder https://ic.fsc.org

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    Farbraum

    Ein Farbraum, auch Gamut genannt, zeigt die in einem Druckverfahren mit den vorhandenen Druckfarben druckbaren Färbungen. Ein Farbraum ist desto größer, je reiner die Druckfarben sind. Ein CMYK-Farbraum eines Digitaldrucks umfasst daher Färbungen, die in einem Dekortiefdruck-Farbraum nicht dargestellt werden können. Aus diesem Grund werden Farbräume, die zum (digitalen) Proofen verwendet werden, auf den im endgültigen Verfahren zur Verfügung stehenden Farbraum begrenzt.

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    Farbumlauf

    ​Im Tiefdruck wird frische Druckfarbe in eine Farbwanne, die sich unterhalb des Druckzylinders befindet, gepumpt. Überschüssige Farbe läuft zurück in einen Vorratsbehälter. Somit bleibt die Farbe permanent in Bewegung; ein Absetzen von Farbpigmenten wird verhindert. Lediglich bei kleinen Auftragsgrößen, wie sie in der Ausmusterung anfallen, ist dieser Umlauf nicht notwendig.

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    Farbverlauf

    ​In einem Farbverlauf verändern sich die Tonwerte kontinuierlich von 0 auf 100%. Mit einem Farbverlauf kann man untersuchen, wie gut Farbe, Papier Zylinder und Druckeinstellungen aufeinander abgestimmt sind. Ein guter Farbverlauf kennzeichnet sich durch einen homogenen Anstieg der Druckdichte ohne, dass Abrisskanten sichtbar werden.

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    Farbsysteme

    Zur Klassifizierung von Druckfarben wurden Farbsysteme eingeführt. Es gibt wässrige Farben, die als Lösemittel (überwiegend) Wasser verwenden. Im Gegensatz dazu stehen Lösemittelfarben. Bei organischen Farben werden organische Verbindungen als Pigmente verwendet. Im Gegensatz dazu stehen Metalloxidfarben.

    Die Anzahl der Bezeichnungen wächst immer stärker. UV-Farben vernetzen unter Bestrahlung mit UV-Licht, Farbstofffarben erzielen die Färbung mittels gelöster Dyes usw.

    Im Dekordruck werden überwiegend organische Wasserfarben verdruckt. Somit sind das Lösemittel und die Pigmenttypen beschrieben.

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    Farbabstrich

    Nach einer Farbkorrektur kann ein Farbabstrich bereits einen ersten Eindruck vermitteln, ob die Korrektur in gewünschter Stärke ausgefallen ist. Dazu wird ein wenig Farbe mit einem runden Stab auf ein Papier gestrichen.

    Ein Vergleich zwischen der Farbe vor und nach der Korrektur ist möglich, wenn jeweils ein wenig nicht korrigierter Farbe und veränderter Farbe gleichzeitig nebeneinander auf dem Papier abgestrichen werden.

  • G
    • Gegenzug
    • Gravurgradation
    • Gravurstichel
    • Grammatur
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    Gegenzug

    Wenn das Harz in einem Dekorpapier während des Verpressens polymerisiert, baut sich eine Zugspannung auf. Diese Spannung kann einen Holzwerkstoffträger verformen. Das Problem wird durch ein imprägniertes Papier gelöst, das unter den Holzwerkstoffträger gelegt wird, dem Gegenzugpapier. Somit gleichen sich die Spannungen aus und der Holzwerkstoff bleibt gerade.

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    Gravurgradation

    Die Gravurgradation beschreibt den Zusammenhang zwischen den Dateninformationen einer Gravurdatei und der Näpfchengröße.

    Eine gute Gradation muss unterschiedliche Anforderungen erfüllen. So darf der Einstieg für lichte Töne nicht zu steil sein, da der erste druckende Ton von verschiedenen Einflussfaktoren wie Papier, Druckviskosität und anderen abhängt. Ein zu steiler Anstieg kann auch zu Abrissen in Verläufen führen.

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    Gravurstichel

    Ein Tiefdruckzylinder wird mit einem Gravurstichel graviert. Der Stichel ist ein Diamant mit einem definierten Öffnungswinkel. Häufig werden Stichel mit einem Stichelwinkel von 120° oder 130° verwendet. Je kleiner der Stichelwinkel ist, desto tiefer kann er in die Kupferoberfläche eindringen. Andererseits wird dann die Gefahr eines Stichelbruchs höher.

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    Grammatur

    ​Die Grammatur eines Papiers gibt die flächenbezogene Dichte in Gramm pro Quadratmetern an. Typische Dekorpapiere haben eine Grammatur zwischen 50 g/qm und 90 g/qm. In den vergangenen Jahren zeichnet sich ein Trend zu Papieren mit niedriger Grammatur ab. Daher liegt eine bevorzugte Grammatur inzwischen bei 65 g/qm.

  • H
    • HPL
    • HDF
    • Halbversatz
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    HPL

    HPL steht für High Pressure Laminate und ist eine dünne Schichstoffplatte, die aus mehreren Schichten in Melaminharz getränktem Papier und einer dekorativen Deckschicht (= Dekorpapier) besteht, die in einer Etagenpresse unter hohem Druck und hoher Temperatur miteinander verpresst werden. 

    HPL ist wegen seiner Kratzfestigkeit und der Vielfalt, die durch das Dekorpapier erzeugt werden kann, in vielen Produkten des täglichen Lebens verarbeitet. Tischplatten, Türblätter, Möbel und Küchenarbeitsplatten sind nur einige der häufigen Anwendungen.

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    HDF

    ​HDF steht für „High Density Fibreboard" (hochdichte Faserplatte). HDF ist eine Faserplatte, die aus mit Leim getränkten und unter Druck und Hitze in einem Trockenverfahren verpressten Holzfasern besteht und die besonders hoch verdichtet wurde. HDF wird zum Beispiel als Trägermaterial für Laminatfußböden eingesetzt, da es für große Belastungen geeignet ist, aber nur eine geringe Stärke aufweist.

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    Halbversatz

    ​Wenn sich Bildelemente auf der Druckform wiederholen, soll diese Wiederholung verschleiert werden. Dies geschieht dadurch, dass die Elemente in einem Halbversatz angeordnet werden. Dabei wird das zweite Element um eine halbe Länge nach unten verschoben und dann neben das erste Element gesetzt. Die Übergänge zwischen den Elementen müssen retuschiert werden. Dabei werden sie sowohl in Umfangsrichtung als auch in Querrichtung „endlos" ausgearbeitet.

  • I
    • Imprägnierung
    • IP TECH
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    Imprägnierung

    Als Imprägnierung wird im Bereich Dekordruck das Tränken von Papieren mit duromeren Harzen (in speziellen Anlagen) bezeichnet. Das Ergebnis können - je nach Verfahren und Rezeptur - Melaminfilme für die Direktbeschichtung oder Finishfolien für die Kaschierung von Holzwerkstoffen sein.

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    IP TECH

    IP TECH ist ein Praxis-Workshop von Interprint für Kunden und interessierte Partner aus der Branche. Der Workshop bietet in kleinen Gruppen einen spannenden Einblick in die „Welt des Dekordrucks". Die Themenfelder reichen von Design und Trends über Druck und Prozesse bis hin zu Qualität und Umwelt.

    Die Teilnehmer gewinnen einen Überblick über das gesamte Spektrum der Fertigung – von der Repro über das Farblabor und den Druck bis zur Qualitätssicherung. Sie können neben der Theorie selbst Hand anlegen und erarbeiten sich so ein realistisches Bild für die Weiterverarbeitung. Zudem bietet der Workshop ideale Möglichkeiten für den Austausch von Erfahrungen – abseits des Tagesgeschäfts und in lockerer Arbeitsatmosphäre.

  • K
    • Kantenpapier
    • kaschieren
    • Korund
    • Kurztaktpresse
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    Kantenpapier

    Kantenpapier ist ein spezielles Papier als Basis für Möbelkanten. In der Regel ist es einseitig glatt mit einem Flächengewicht von 120 bis 300 g/qm.

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    kaschieren

    Unter „kaschieren" versteht man das Aufbringen einer thermoplastischen Folie oder einer Finishfolie auf einen Holzwerkstoffträger.

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    Korund

    Korund wird auch als Aluminiumoxid bezeichnet. Es ist ein Additiv, das dem Papier zur Erhöhung der Abriebfestigkeit entweder während der Herstellung oder nachträglich bei der Imprägnierung beigemischt wird.

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    Kurztaktpresse

    auch: KT-Presse

    Die Kurztaktpresse ist eine Anlagentechnik für das Verpressen von melaminharz-imprägnierten Dekorpapieren mit Holzwerkstoffplatten (wie z.B. Span- oder Faserplatten) unter Anwendung von Druck und Wärme.

  • L
    • Lackieranlage
    • LPL
    • Laminatfußboden
    • Lichtechtheit
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    Lackieranlage

    Die Lackieranlage ist eine maschinelle Anlage zur Applikation des Lackes auf das bedruckte und/oder imprägnierte Papier.

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    LPL

    Die Abkürzung „LPL“ steht für Low-Pressure Laminate. Dies ist ein durch Kurztakt- oder kontinuierliche Pressen mit Melaminfilmen direkt beschichteter Holzwerkstoff.

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    Laminatfußboden

    Als „Laminat" bezeichnet man einen Werkstoff oder ein Produkt, das aus zwei oder mehreren flächig miteinander verklebten Schichten besteht. Ein klassisch produzierter Laminatfußboden hat einen dreischichtigen Aufbau: ein Melaminharz-Overlay mit der Dekorschicht, eine Trägerplatte und einen Gegenzug.

    Das Dekorpapier gibt dem Laminatfußboden sein individuelles Aussehen. Oft sind dies sehr authentisch wirkende Holzdekore, es können aber auch Stein- oder Kreativdekore sein.

    Das Overlay aus Melaminharz stellt die eigentliche Laufschicht des Bodens dar. Melaminharz ist ein sehr widerstandsfähiges Material. Es verleiht dem Laminatfußboden seine enorme Strapazierfähigkeit.

    Die Trägerplatte bildet die Basis des Laminatfußbodens. Wie der Name schon sagt trägt sie das Dekorpapier und das Overlay und natürlich den Menschen, der später auf dem Fußboden geht. Die Trägerplatte besteht aus stark verdichteten Holzfasern, die man je nach Dichtegrad in HDF (High Density Fibreboard) oder MDF (Medium Density Fibreboard) unterscheidet. Zwischen Trägerplatte und Dekorpapier können verschiedene Papiere integriert werden, wie z.B. eine Trittschall-Kaschierung.

    Der Gegenzug, ein äußerst festes, formbares Papier, bildet die unterste Schicht des Laminatfußbodens und gibt dem Boden seine abschließende Stabilität.

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    Lichtechtheit

    Die Lichtechtheit beschreibt die Widerstandsfähigkeit gegen Bestrahlung mit Licht. UV-Licht bricht Teile der Pigmente auf, die mit der in einer Papierbahn befindlichen Restfeuchte reagieren. Dabei verlieren die Pigmente ihre Färbung.

    Die Lichtechtheit wird üblicherweise gemäß dem Blauwollmaßstab angegeben, der in der Textilindustrie entwickelt wurde. Dekorpapiere haben üblicherweise eine Lichtechtheit von mindestens 6 auf der Blauwollskala. Die Pigmente haben in der Regel eine höhere Lichtechtheit.

  • M
    • Melamin
    • Melaminharz
    • MDF
    • Melaminfilm
    • Mütek
    • Metamerie
    • Multi Pass
    • Missing Dots
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    Melamin

    Kunststoff aus der Gruppe der Duromere für Leime, Lacke Anleimer und HPL-Platten. Melamin ist hart und hitzefest. Es wird als Pulver geliefert, das vor Gebrauch in Wasser gelöst wird.​

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    Melaminharz

    Melaminharz wird in unserer Branche zum Verpressen von Dekorpapieren auf Trägerplatten (z. B. Spanplatten) eingesetzt. Das Dekorpapier wird mit Melaminharz getränkt, getrocknet und später unter Druck und erhöhter Temperatur mit dem Trägermaterial verbunden. Die entstehende Oberfläche zeichnet sich durch eine gute Haltbarkeit und Kratzfestigkeit aus.

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    MDF

    ​MDF steht für „Medium Density Fibreboard" (mitteldichte Faserplatte). MDF wird zum Beispiel als Trägerplatte für Laminatfußböden eingesetzt. Sie besteht aus Holzwerkstoffen, Melaminharz, Wasser und Zusatzstoffen, die in geringen Mengen eingesetzt werden. Die Holzfasern werden mit Melaminharzen getränkt und zu Platten verpresst. Als „mitteldicht" werden die Platten bezeichnet, da ihre Dichte zwischen der von Schnittholz und Nassfaserplatten liegt.

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    Melaminfilm

    Ein mit einem Melaminharz oder Urea-Harnstoffharz imprägniertes Papier wird „Melaminfilm" genannt. Üblicherweise werden Melaminfilme nach dem Imprägnieren im Imprägnierkanal und der anschließenden Trocknung in Bögen geschnitten und auf Paletten gestapelt.

    Die Bögen werden in einem weiteren Arbeitsgang in einer Presse zusammen mit einem Träger, beispielsweise einer Spanplatte und einem Gegenzug zu einem Holzwerkstoff unter Druck und Hitze verpresst. Dabei können auch weitere funktionale Bögen wie ein Overlay aufgelegt werden.​

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    Mütek

    ​Mütek beschreibt eine Messmethode, die das Wachstum einer Papierbahn vorhersagen soll. Dazu wird aus klar definierten Stellen der Papierbahn jeweils ein Streifen ausgeschnitten. In dem Mütek-Gerät werden diese Papierstreifen eingespannt und mit Wasser befeuchtet. Das Wachstum der Papierstreifen wird gemessen. Der Mütek-Wert ergibt sich dann als Mittelwert der Messungen der Papierstreifen.

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    Metamerie

    Metamerie beschreibt den Farbunterschied zweier Proben, wenn sie mit unterschiedlichem Licht beleuchtet werden. Die Proben heißen „metamer" zueinander, wenn sich der Farbunterschied bei Beleuchtungswechsel verändert. So kann bei einer Beleuchtung eine erste Probe grüner erscheinen als eine zweite Probe, bei einer anderen Beleuchtung kann die zweite Probe grüner erscheinen als die erste Probe.

    Metamerie tritt immer dann auf, wenn für zwei Proben unterschiedliche Pigmente mit ihren jeweils eigenen Absorptionsspektren eingesetzt werden. Wenn nun ein Pigment einen Teil des Spektrums nicht absorbiert, dieser Teil aber auch nicht im Beleuchtungsspektrum vorhanden ist, fällt dies unter dieser Beleuchtung nicht ins Gewicht. Wenn eine andere Beleuchtungsquelle nun in diesem Bereich einen hohen Anteil hat, verändert dies die farbliche Erscheinung im Vergleich zu einer anderen Probe, die genau in diesem Bereich eine geringe Absorption hat.

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    Multi Pass

    In einem Multi Pass Digitaldrucker bewegen sich die Druckköpfe quer zur Vorschubrichtung des Papiers. Eine Bahn wird gedruckt und anschließend wird das Papier weiterbewegt. Dabei kann das Drucken entweder nur bei der Hin-Bewegung (uni-direktional) oder in beiden Bewegungsrichtungen (bi-direktional) erfolgen.

    Die Anzahl der Passes bestimmt im Allgemeinen die Druckqualität, geht jedoch auf Kosten der Druckgeschwindigkeit.

    7
    Missing Dots

    ​Eine Farbübertragung findet im Tiefdruck dort statt, wo das Papier die Farbe aus einem Näpfchen des Druckzylinders saugt. Dabei wird umso mehr Farbe übertragen, je größer das Volumen des Näpfchens ist und desto länger das Papier Zeit hat, die Farbe aufzunehmen. Bei sehr rauen Papieroberflächen kann es vorkommen, dass vereinzelte Näpfchen gar nicht berührt werden. Dann ist eine Farbübertragung nicht möglich, es fehlen einzelne Druckpunkte. Diese fehlenden Druckpunkte werden „missing dots" genannt.

  • N
    • Nip
    7
    Nip

    ​Der Bereich eines Presseurs, der den Druckzylinder berührt wird Nip oder auch Druckspalt genannt. Je größer die Auflagekraft eines Presseurs ist, desto größer wird der Nip. Die Breite des Nips hängt zudem von der Härte des Presseurs ab.

  • O
    • OPP
    • Optische Pore
    • Overlay
    • Opazität
    • Organische Farben
    7
    OPP

    OPP steht für „orientiertes Polypropylen". 

    OPP ist eine wasserabweisende Folie auf Polypropylenbasis, hergestellt von Interprint USA. Diese wird unter dem Markennamen "Premeer" vertrieben.

    7
    Optische Pore

    Die Optische Pore ist eine Oberflächenstruktur bei Finishfolien in Form einer optisch und haptisch wahrnehmbaren Porenzeichnung (3D-Effekt). Durch dieses Zusammenspiel von Optik und Haptik wirkt zum Beispiel die Oberfläche von Holzdekoren verblüffend „echt".

    Die Interprint-Finishfolie mit optischer Pore wird unter dem Markennamen „XELIO Feel" vertrieben.

    7
    Overlay

    Ein Overlay ist ein imprägniertes Papier, das die Widerstandsfähigkeit des Holzwerkstoffs verbessern soll. Für die Herstellung von Fußböden oder Tischplatten wird in das Overlay Korund eingearbeitet. Overlays können aber auch als Träger für Harz verwendet werden, wenn das Dekorpapier selbst nicht imprägniert werden soll.

    Das Papier eines Overlays hat eine deutlich geringere Grammatur als ein Dekorpapier und einen sehr geringen Aschegehalt. Es soll nach dem Verpressen möglichst transparent sein, um das Dekor nicht zu vergrauen.

    7
    Opazität

    Die Opazität ist ein Maß, wie gut ein Papier eine Fläche abdeckt. Sie ist das genaue Gegenteil der Transparenz. Je höher die Opazität ist, desto weniger scheint eine Unterlage durch das Papier durch. Dekorpapiere haben eine sehr hohe Opazität.

    Die Opazität kann gemessen werden, indem die Reflektivität eines Papiers einmal gemessen auf einem weißen Untergrund und einmal auf einem schwarzen Untergrund bestimmt wird.

    7
    Organische Farben

    ​Die Pigmente organischer Farben werden aus organischen Verbindungen gewonnen. Organische Farben sind anfällig für den Befall mit Bakterien. Wenn organische Farben eingesetzt werden, ist daher eine gute Betriebshygiene notwendig.

  • P
    • Postimprägnat
    • Primer
    • Premeer
    • Pearl Perfect
    • Pressblech
    • Presseur
    • Pigmente
    • Passersteuerung
    • Papierfasern
    • Papierwachstum
    • Proof
    • Profile
    7
    Postimprägnat

    Als Postimprägnat bezeichnet man Finishfolie, bei der das Dekorpapier nach dem Bedrucken imprägniert und lackiert wird.

    7
    Primer

    Ein Primer ist die Grundierung bzw. die erste Schicht beim Druck oder bei der Lackierung.

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    Premeer

    Premeer ist der Markenname für eine wasserabweisende Folie auf Polypropylenbasis, hergestellt von Interprint USA. Die amerikanischen Interprint-Kollegen in Pittsfield sind die Experten auf diesem Gebiet. Premeer ist eine umweltfreundliche Alternative zu PVC-Folien, weil sie formaldehydfrei hergestellt wird. Zudem ist sie hochgradig wasserabweisend und kann deshalb im Vergleich zu Dekorpapieren oder Finishfolien auch in Feuchträumen genutzt werden. Einsatzmöglichkeiten: als Profilummantelungsfolie, als Decken- oder Wandpaneel oder auch für Badmöbel.

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    Pearl Perfect

    Pearl Perfect ist ein von Interprint entwickelter Perlmutt- und Metallic-Effekt, der die Weiterverarbeitung des Dekorpapiers mit Perlmutt- und Metallic-Farben wesentlich vereinfacht. Pearl Perfect optimiert das Fließverhalten des Harzes beim Pressvorgang. Typische Erscheinungsbilder wie wolkige, fleckige Oberflächen, Press- oder Kondensatstreifen werden dadurch vermieden bzw. im Vergleich zur konventionellen Fertigungsweise deutlich minimiert.

    7
    Pressblech

    Pressbleche erzeugen die Struktur einer melaminbeschichteten Dekoroberfläche von Schichtstoffplatten. Diese Strukturen können zum Beispiel matt oder hochglänzend sein, Holzporen nachbilden und anderes mehr.

    Die Pressbleche werden mit einer entsprechenden Struktur graviert. Die erhitzten Pressflächen bringen das Melaminharz zum Schmelzen und das unter dem Pressstempel befestigte Pressblech kann die Oberflächenstruktur in das Material drücken. Nach dem Aushärten des Harzes bleibt die Oberflächenstruktur erhalten, die eine sehr hohe Festigkeit aufweist.

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    Presseur

    ​Ein Presseur drückt in der Tiefdruckmaschine das Papier auf den Zylinder. Presseure bestehen aus Gummimischungen oder elastischen Polyurethanen.

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    Pigmente

    Pigmente sind die Bestandteile der Farbe, die die Färbung bestimmen. Sie absorbieren einen Teil des Lichtspektrums. Der remittierte Teil des Lichts verleiht dem Pigment seine Farbe.

    Buntpigmente sind organische Verbindungen. Neben den Buntpigmenten wird Titandioxid als Pigment eingesetzt. Die Färbung von Titandioxid ist weiß. Bei Perlmuttpigmenten werden dünne Schichten von Titandioxid auf Glimmerplättchen aufgebracht. Für eine schwarze Farbe werden Russpigmente verwendet.

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    Passersteuerung

    Um scharfe Druckbilder zu erhalten müssen die Druckzylinder passgenau übereinander gedruckt werden. Man spricht von einem winkelsynchronen Drucken. Eine Passersteuerung erleichtert diese Aufgabe. Sie liest Passmarken aus und richtet die Zylinder in Umfangsrichtung und seitlich zueinander aus.

    In Umfangsrichtung kann der Papierweg verlängert oder verkürzt werden, indem die Position von Spindeln verstellt wird. Bei Druckmaschinen mit Direktantrieb können die Druckzylinder beschleunigt oder verlangsamt werden. Der seitliche Passer wird durch Verschieben der Druckzylinder eingestellt.

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    Papierfasern

    ​Dekorpapier ist ein Spezialpapier, das einen Anteil von 90 % recht kurzer Papierfasern aufweist. Als Kurzfaser wird überwiegend Eukalyptus eingesetzt. Langfasern aus Nadelhölzern, wie insbesondere Fichte oder Kiefer, machen die übrigen 10 % der Fasern aus. Sie verleihen dem Papiergerüst seine Stabilität.

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    Papierwachstum

    Wenn Papierfasern Feuchtigkeit aufnehmen, beginnen sie zu quellen. Das Papier wächst. Dies geschieht zum einen beim Bedrucken des Papiers. Das Papier wird in der Druckmaschine auf seine ursprüngliche Breite zurück getrocknet, bevor es in ein weiteres Druckwerk einläuft. Nur so ist ein passgenaues Drucken möglich.

    Während des Imprägnierens nimmt das Papier Harz auf. Auch hier quellen die Papierfasern und das Papier wächst. Da während des Trocknens nun aber das Harz das Papier fixiert, bildet sich dieses Wachstum nicht mehr zurück.

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    Proof

    Ein Proof ist eine farbverbindliche Vorlage für einen Druck. Proofs werden in der Regel mit traversierenden Tintenstrahldruckern hergestellt. Da die verwendeten Druckfarben und Papiere nicht voll kompatibel zum Dekordruck sind, sind Proofs häufig metamer zu Dekordrucken.

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    Profile

    Ein Profil beschreibt das Druckverhalten einer Druckmaschine. Profile werden benötigt, um beispielsweise Farbräume ineinander umzurechnen.

    Zur Erstellung eines Profils werden definierte Farbflächen gedruckt. Eine Farbfläche kann beispielsweise die Kombination aus 20% Gelb, 18% Rot und 3% Schwarz sein. Insgesamt werden mehrere Hundert bis wenige Tausend Flächen in einer Datei angelegt. Diese Flächen werden mit einem Spektralphotometer eingemessen. Aus den Daten lassen sich nicht gedruckte Farbkombinationen extrapolieren und der Umfang des Farbraums bestimmen.

  • R
    • R4-Norm
    • Realpore
    • Rakel
    • Rollenwechsel
    • Rapport
    • RIP
    • RFID
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    R4-Norm

    Die R4-Norm ist eine von IKEA vorgeschriebene Norm zur Wasserbeständigkeit einer Folie, die in der Regel durch eine doppelte Lackschicht erreicht wird.

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    Realpore

    (auch: chemische Pore)

    Die Realpore ist eine Oberflächenstruktur bei Finishfolien in Form einer Matt-Glanz-Optik. Dieser Effekt entsteht durch den Kontrast zwischen matten Stellen der Porenzeichnung und der glänzend lackierten Fläche.

    Die Interprint-Finishfolie mit Realpore wird unter dem Markennamen „XELIO Effect" vertrieben.

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    Rakel

    Ein Rakel streift überschüssige Farbe von der Oberfläche eines Druckzylinders ab. Somit verbleibt die Farbe nach dem Abrakeln nur in den Näpfchen. Das Papier saugt dann die Farbe aus den Näpfchen heraus.

    Abhängig vom Anstellwinkel der Rakel wird ein Näpfchen mehr oder weniger stark ausgerakelt. Es ist daher möglich durch Veränderung des Rakelwinkels die Farbübertragung zu beeinflussen. Je flacher eine Rakel steht, desto toniger wird der Ausdruck.

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    Rollenwechsel

    ​Um eine wirtschaftliche Produktion zu gewährleisten, muss ein Rollenwechsel auf der Druckmaschine bei unverminderter Produktionsgeschwindigkeit erfolgen. In der Abwicklung wird die neu anzuklebende Rolle, in der Aufwicklung die neue Hülse zunächst mit einem Klebeband vorbereitet. Zum Wechsel wird die Rolle soweit beschleunigt, dass sie dieselbe Oberflächengeschwindigkeit hat wie die ablaufende Rolle. Eine Walze presst dann die ablaufende Bahn auf die neue Rolle während zugleich ein Schlagmesser die Bahn abtrennt. Es läuft dann eine doppelte Lage, die durch den Kleber gehalten wird, durch die Druckmaschine. Im Bereich der Aufwicklung findet der äquivalente Prozess statt. Die doppelte Lage wird noch auf die alte Rolle gewickelt. Sie wird auch als „Fahne" bezeichnet.

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    Rapport

    Große Druckformen, wie sie im Dekordruck üblich sind, zeigen oftmals Wiederholungen. Diese Wiederholungen der Bilddaten werden „Rapport" genannt. In der Regel ist der Rapport quer zur Laufrichtung der Papierbahn angeordnet. Allover-Dekore haben in der Regel keinen Rapport.


    Als Ausgangsmaterial dienen Vorlagen, die kleiner sind als das finale Druckbild. Trotzdem muss das gesamte Bild gefüllt werden, daher wird das Bild mehrfach auf der Druckform angeordnet. Da das gesamte Druckbild in der späteren Weiterverarbeitung wieder aufgeteilt wird, indem es in Planken geschnitten wird, fallen derartige Wiederholungen im Endprodukt nicht auf. Eine Ausnahme stellt die Wiederholung in Laufrichtung der Papierbahn dar, wenn sehr lange Elemente wie Türblätter gefertigt werden. Eine typische Umfangslänge der Druckform liegt bei 130 cm. Auf einem 200 cm langen Türblatt ist daher eine Wiederholung sichtbar.


    Die Übergänge zwischen den Rapporten werden dadurch versteckt, dass sie durch Retuschieren in der Repro „endlos" ausgearbeitet werden.

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    RIP

    In einem „Raster Image Prozess" (RIP) wird eine eingehende Datei in eine Datei übersetzt, die durch eine Maschine verarbeitet werden kann. Gerippte Dateien werden in der Zylindergravur oder im Digitaldruck verwendet. Häufig wird auch der Computer, auf dem die Umrechnung durchgeführt wird, als RIP bezeichnet.

    In einer gerippten Datei sind die Informationen für jedes einzelne Pixel hinterlegt. Eine Ausgangsdatei kann entweder ebenfalls gerastert sein oder die Informationen sind als Vektoren in die Datei geschrieben. Im Gegensatz zu gerasterten Dateien können vektorisierte Bilder ohne Qualitätsverlust fast beliebig vergrößert werden.

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    RFID

    ​Mit der „Radio Frequenz Identifikation" (RFID) lassen sich kontaktlos Informationen übertragen. So lassen sich z. B. Papierrollen einwandfrei identifizieren. Dazu sind in den Hülsen der Rollen Transponder (auch Tags genannt) eingesetzt, die ausgelesen und beschrieben werden können. Das Schreiben der Transponder erfolgt mit dem Verpacken der Rolle. Transponder können mehrfach beschrieben werden. Daher können Hülsen, die mit Transpondern bestückt sind, mehrfach eingesetzt werden.

  • S
    • Schichtstoff
    • SIX PACK
    • SWAP
    • Synchronpore
    • Separation
    • Stitching
    • Single Pass
    • Standard
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    Schichtstoff

    Als Schichtstoff bezeichnet man einen Aufbau von verschiedenen imprägnierten Papieren, die unter Druck miteinander verpresst werden.

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    SIX PACK

    Jedes Jahr präsentiert Interprint sechs Dekor-Favoriten für die Möbelbranche, die die aktuellen Trends widerspiegeln​. Das aktuelle SIX PACK finden Sie hier: SIX PACK 2018

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    SWAP

    ​SWAP ist der Markenname der Interprint-Dekorkollektion für den HPL-Bereich. Von einem internationalen Design-Team ausgewählt mit Blick auf Innenarchitekten und Designer, die im hochwertigen Möbel- und Innenausbau tätig sind.

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    Synchronpore

    ​Als Synchronpore oder Synchronstruktur wird eine Struktur bezeichnet, die durch ein Synchronpressblech bei melaminbeschichteten Oberflächen erzeugt wird. Hierbei ist die Haptik (die Struktur) der Oberfläche identisch mit der Optik des Dekors („what you see is what you feel"). Optik und Oberflächenstruktur sind hier exakt aufeinander abgestimmt („synchron").

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    Separation

    Das Zerlegen des Druckbildes in einzelne übereinander zu druckende Bilder wird „separieren" genannt. Die einzelnen Druckbilder, die die Farbigkeit des Dekors bestimmen, werden „Separationen" genannt.

    Viele Druckverfahren verwenden die vier Grundfarben: Cyan, Magenta, Gelb (Yellow) und Schwarz (Key). Dort werden immer vier Separationen benötigt. Im Gegensatz dazu werden im Dekordruck ausschließlich Schmuckfarben gedruckt, die häufig einen braunen Charakter haben. Dekore können zwischen einfarbig und fünffarbig mit der entsprechenden Anzahl von Separationen angelegt sein.

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    Stitching

    Für große Druckbreiten im Single Pass Digitaldruck müssen die Druckköpfe zueinander ausgerichtet werden. Übergänge von einem Druckkopf zum benachbarten Druckkopf müssen unsichtbar bleiben. Dieses Ausrichten wird „Stitching" genannt.

    Die Ausrichtung der Druckköpfe zueinander muss in vier Raumachsen exakt erfolgen: Abstand zum Papier, Drehung zueinander, Verkippung zum Papier entlang der Druckrichtung und Verkippung zur Horizontalen. Wenn die Druckpunkte nur wenige Mikrometer neben der Sollposition auf dem Papier auftreffen, kann dies bereits zu sichtbaren Störungen des Druckbilds wie beispielsweise Streifen führen.

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    Single Pass

    ​In einem Single Pass Digitaldrucker sind die Druckköpfe nebeneinander in voller Druckbreite angeordnet. Die Papierbahn läuft unter den fest stehenden Druckköpfen durch und wird in nur einem Durchgang bedruckt. Dadurch sind hohe Druckgeschwindigkeiten möglich.

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    Standard

    ​Ein Standard beschreibt die mit einem Kunden vereinbarte und von ihm akzeptierte Qualität eines Dekordruckes. Beim erstmaligen Druck eines Dekors, wird ein Standard in ausreichender Menge entnommen und dem Kunden vorgestellt. Nachdem er den Standard bestätigt hat, wird er als Vergleichsmuster für jede weitere Produktion herangezogen.

  • T
    • Taktpresse
    • Thermoplastische Folie
    • Tiefdruck
    • Trocknung
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    Taktpresse

    Die Taktpresse dient dem flächigen Verpressen von Oberflächenmaterialien mit einem Träger.

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    Thermoplastische Folie

    Thermoplastische Folie wird auch 3D-Folie genannt. Es ist eine meist auf Basis von PVC oder PP hergestellte Folie, die durch Erwärmung beim Kaschieren dreidimensional verformt verarbeitet werden kann. Diese wird häufig im Frontenbereich von Küchen- und Badmöbeln eingesetzt.

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    Tiefdruck

    Der Tiefdruck ist das konventionelle Druckverfahren im Dekordruck, bei dem die Farbe durch einen oder mehrere gravierte Druckzylinder auf das Papier appliziert wird.

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    Trocknung

    Nach dem Drucken muss die Farbe getrocknet werden. Im Dekordruck hat sich das Anblasen mit heißer Luft als bevorzugte Trocknungstechnologie durchgesetzt.

    Die Luft wird durch Schlitzdüsen auf die Papierbahn geblasen. Durch andere Schlitze wird die Luft wieder aus der Trockenkammer abgesaugt. Sowohl die Trockentemperatur als auch die Luftmenge dienen als Stellgröße für die Trocknung. Durch die Farbaufnahme dehnt sich das Papier aus. Es wird auf die ursprüngliche Breite zurückgetrocknet.

  • U
    • Ummantelungsfolie
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    Ummantelungsfolie

    Ummantelungsfolie ist eine papierbasierende oder thermoplastische Folie für die Ummantelung von Paneelen und Leisten.

  • V
    • Verpressung
    • Visual Perfect
    • Viskosität
    • Verschnitt
    • Versteckter Passer
    • Verchromung
    • Vorimprägnate
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    Verpressung

    Unter Verpressung versteht man das Aufbringen einer (Dekor-)Oberfläche mittels Druck und Hitze auf ein Trägermaterial.

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    Visual Perfect

    Visual Perfect ist ein von Interprint entwickeltes Verfahren für Uni-Dekore in Premiumqualität. Das Ergebnis: faszinierende Farben, homogene Oberflächen und eine makellose Optik - wie lackiert.

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    Viskosität

    Die Viskosität bestimmt das Fließverhalten der Farbe. Sie hängt von der Menge an Lösungsmittel (im Dekordruck Wasser) in der Farbe ab. Je höher die Druckgeschwindigkeit ist, desto niedriger wird die Viskosität gewählt.

    Bei einer zu niedrigen Viskosität verliert das Druckbild die Druckschärfe. Zu hohe Viskosität erschwert die Näpfchen-Entleerung, speziell aus kleinen Näpfchen (Lichterbereich).

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    Verschnitt

    Eine Farbe ohne Pigmente wird als Verschnitt (englisch: extender) bezeichnet. Im Deutschen trifft man gelegentlich auch auf den Begriff „Firnis".

    Mit dem Anteil an Verschnitt kann die Farbstärke einer Farbe eingestellt werden. Je mehr Verschnitt eine Farbe hat, desto heller erscheint sie, da dann die Pigmentkonzentration abnimmt.

     

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    Versteckter Passer

    ​Wenn es nicht möglich ist, beidseitig auf die Papierbahn einen Passer zu drucken, können versteckte Passer in ein Dekorbild eingearbeitet werden. Dies können beispielsweise Punkte sein, die exakt übereinander liegen oder Linien, die sich berühren müssen. Im Dekor selbst fallen diese Punkte oder Linien nicht auf, da sie Bestandteil des Dekorbilds sind.

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    Verchromung

    ​Das Abrakeln überschüssiger Farbe von der Zylinderoberfläche führt zu einem Verschleiß des Druckzylinders. Um diesen Verschleiß zu minimieren, wird auf die Zylinderoberfläche eine Chromschicht aufgetragen. Sie ist nur wenige Mikrometer dick. Chrom hat sich wegen seiner Härte aber auch wegen seiner guten Schmiereigenschaften für die Rakel und seine Widerstandsfähigkeit gegen Umwelteinflüsse bewährt.

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    Vorimprägnate

    Dekorpapiere werden nach dem Bedrucken mit Melaminharzen oder Urea-Harnstoffharzen imprägniert. Vorimprägnate dagegen werden bereits vor dem Bedrucken im Rahmen der Papierherstellung imprägniert.

    Dazu läuft das Papier in der Papiermaschine durch einen mit Harz gefüllten Spalt, in dem es das Harz aufnimmt. Üblicherweise beträgt die Harzaufnahme etwa 30 % des Papiergewichts.

    Ein großer Vorteil von Vorimprägnaten liegt darin, dass deutlich weniger Harz von dem Papier aufgenommen wird, als von Dekorpapier. Das Papier kann nach dem Bedrucken mit einer Lackschicht auf der Oberseite gegen Umwelteinflüsse geschützt werden. Das lackierte Vorimprägnat, das auch „Finishfolie" genannt wird (Markenname bei Interprint: XELIO), kann auf einen Holzwerkstoffträger kaschiert werden.

  • W
    • Wasserbasierte Druckfarbe
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    Wasserbasierte Druckfarbe

    Eine wasserbasierende Druckfarbe ist zugleich eine wasserlösliche Farbe. Dies ist die gängige Farbe beim Dekordruck in Westeuropa.

  • X
    • XELIO
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    XELIO

    XELIO ist der Markenname der Interprint Finishfolien-Range. Unsere Finishfolie XELIO ist der Beweis dafür, wie kreativ die technische Umsetzung von Dekoren sein kann. Der Einsatz verschiedener intelligenter Oberflächen-Effekte lassen die Dekore betont natürlich wirken - in der Optik ebenso wie in der Haptik. XELIO wird an unserem Standort Ozorków in Polen produziert. Die zentrale Lage garantiert eine schnelle Belieferung von Kunden in Europa und der ganzen Welt.

  • Z
    • Zellstoff
    • Zylindersatz
    • Zylinder Finishing
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    Zellstoff

    Zellstoff ist ein auf chemischem Wege aus pflanzlichen Rohstoffen gefertigtes Fasermaterial. Es ist das Ausgangsprodukt zur Papierherstellung, bei dem die nicht faserigen Bestandteile zum größten Teil herausgelaugt werden.

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    Zylindersatz

    Ein Zylindersatz ist ein Ensemble von Druckzylindern, das für den Druck eines Dekors notwendig ist.

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    Zylinder Finishing

    ​Eine elektrolytisch abgeschiedene Schicht, sei es Chrom oder Kupfer, weist immer zahlreiche Spitzen auf und ist recht rau. Daher muss jeder Schicht nach dem Aufbringen poliert werden. Dies nennt man „Zylinder Finishing".