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26. September 2006 - Arnsberg
Transparenz und Offenheit: Die Architektur des neuen Gravur- und Designzentrums von Interprint
Die moderne Architektur des neuen Gravur- und Designzentrums spiegelt das enge Zusammenwirken von Design und Technik bei Interprint
Design, Technik und Kommunikation in einem Gebäude vereinigen – vor dieser Herausforderung stand der Arnsberger Architekt Johannes Schmidt vom Büro „Architekten und Ingenieure“, als das Gravur- und Designzentrum von Interprint im Jahr 2004 in die Planung ging. Das Ergebnis ist eine architektonische Konzeption, bei der die unterschiedlichen Nutzungsbereiche ein harmonisches Ganzes ergeben.
Johannes Schmidt entwarf eine Metall-Glas-Konstruktion, deren strenge Geometrie eine moderne und geradlinige Handschrift trägt. Aufgelockert wird die klare Architektur durch ein dynamisches Spiel von Gebäudeunterschneidungen und weitläufigen Auskragungen. Die Materialien Metall und Glas drücken im Zusammenklang mit den Farben Schwarz und Weiß zeitlose Eleganz aus. „Strenge und Leichtigkeit der Architektur stehen sinnbildlich für die Bereiche Technik und Design, die jeweils eine klare Zuteilung erfahren“, erklärt Schmidt. „Im Erdgeschoss befindet sich die Zylindergravur mit direkter Verbindung zur Produktion. In den beiden Obergeschossen erstreckt sich das von einem massiven Sockelgeschoss getragene Designzentrum.“ Dessen Mittelpunkt ist ein mit Glas überdachter Innenhof, der die Offenheit des international tätigen Unternehmens unterstreicht. Symbolisch ist auch ein weiteres Architekturelement: Treppenhaus und Aufzug durchdringen in Form eines gläsernen Druckzylinders die verschiedenen Ebenen des Gebäudes – ein weithin sichtbares Zeichen für die Dekordruckkompetenz von Interprint.
Konsequent fortgesetzt wird die architektonische Sprache in den Innenräumen. Mit den Materialien Glas, Edelstahl, Schiefer und Interprint-Holzdekoren schuf Innenarchitekt Bernd Elfers eine ästhetische Entsprechung zum Baukörper.
Eyecatcher in der Lobby ist eine Längswand mit hochglänzenden schwarzen Glaspaneelen. Darin integrierte Flachbildschirme geben dem Besucher multimediale Einblicke in das Unternehmen. Als „Visitenkarte“ für den unmittelbaren Empfangsbereich wählte Bernd Elfers ein Produkt des Unternehmens: „Die Empfangstheke und der umliegende Fußboden sind mit dem Interprint-Dekor „Ghana Zebrano“ ausgestattet. Das Holzdekor bildet einen warmen Kontrast zu den dunklen Schieferflächen des übrigen Bodens und lädt zum Besuch des Designzentrums ein.“
In der ersten Etage bilden Glaspaneele in abgestuften Blautönen das Entree zur Dekorentwicklung und Repro. Hier öffnet sich dem Besucher ein großzügiger Raum, in dem Kreativität und Design im Mittelpunkt stehen. Weiter befinden sich im ersten Stockwerk ein Konferenzraum und Büros für das Marketing, die sich um den lichtdurchfluteten Innenhof gruppieren. Hier, wie auch bei den Bürolandschaften für den Vertrieb und die Geschäftsleitung in der zweiten Etage, stehen die meisten Innenräume durch transparente Trennwände in Beziehung zueinander. Fließender Austausch und kurze Wege durch alle zentralen Bereiche des Unternehmens sind schon räumlich erkennbar. Bei der Gestaltung der Wandschränke, Schreibtische und Türen entschied sich Elfers für das Interprint-Dekor „Königsahorn“. Silbergraue Rollcontainer und Sideboards schaffen einen reizvollen Kontrast.
Herzstück des Designzentrums ist der Showroom in der zweiten Etage. Schiefer, Sichtbeton, rohe Stahlträger und Präsentationskuben in klaren Bauhaus-Farben nach Le Corbusier prägen den Raum. „Die puristischen Materialien und Formen sind bewusst gewählt um das Dekor in den Mittelpunkt zu stellen“, beschreibt Michael Bolz von der IMA Messebau GmbH das Konzept. Kunden aus aller Welt sollen in diesem modernen Ambiente Inspirationen für ihre Dekorauswahl erhalten.
Zentrales Element im Showroom ist ein Schienensystem mit in sich beweglichen Sichtbetonwänden für die Möbeldekorpräsentation. Unterstützt von moderner Lichttechnik können hier bis zu 60 Exponate quer und längs durch den gesamten Raum ausgestellt werden. Ergänzend stehen Kuben für die Ansicht von Möbel-, Arbeitsplatten- und Fußbodendekoren bereit. An einer Trendsäule dreht sich auf sternförmig angeordneten Platten alles um die neuesten Tendenzen im Design. Zu den vielfältigen Präsentationsformen gehört selbstverständlich auch moderne Multimediatechnik. „Da Kommunikation einen besonderen Stellenwert hat, haben wir verschiedene Gesprächszonen eingerichtet“, ergänzt Michael Bolz. „Für den konzentrierten Dialog gibt es eine abgetrennte Besprechungszone, Entspannung bieten dagegen eine Lounge und eine Bar.“
Innovative Technologien, moderne Dekorpräsentation, internationaler Austausch: Mit seiner modernen Architektur bietet das neue Gravur- und Designzentrum von Interprint ein einladendes Ambiente für die Kommunikation über neue Dekorideen und technische Lösungen der Zukunft.
Gravur- und Designzentrum in Zahlen:
Umbauter Raum: rund 15.000 Quadratmeter
Gesamtraumfläche: 2.800 Quadratmeter
Baustart: Dezember 2004
Bauzeit: rund 18 Monate
Investition: ca. 10 Millionen Euro


